Rombachs Finanztipps:
Die Aktie der Woche: Samsung Electronics – ist der KI-Speicherboom schon vorbei?

Bereits in KW 10 haben wir über Speicherchips im KI-Zeitalter berichtet. Damals standen mit Samsung Electronics und SK hynix zwei Unternehmen im Mittelpunkt, die vom enorm steigenden Speicherbedarf moderner Rechenzentren profitieren. Diese Entwicklung hat sich seither fortgesetzt und beiden Aktien deutliche Kursgewinne beschert. Zuletzt haben jedoch außergewöhnlich hohe Kursschwankungen gezeigt, wie schnell die Stimmung rund um die bisherigen Profiteure des KI-Booms drehen kann.
Nach dem starken Anstieg geriet auch die Samsung-Aktie zwischenzeitlich deutlich unter Druck, befindet sich inzwischen aber wieder auf Erholungskurs. Die Schwankungen zeigen, wie sensibel Anleger mittlerweile auf Zweifel am weiteren Tempo der KI-Investitionen reagieren. Schließlich ist nach der starken Kursentwicklung bereits viel Optimismus eingepreist.
Fundamental spricht bislang wenig für eine grundlegende Trendwende. Im zweiten Quartal erzielte Samsung im Speichergeschäft Rekordwerte. Besonders gefragt sind leistungsfähige Speicher für KI-Rechenzentren. Samsung hat den Verkauf der neuen HBM4-Generation bereits hochgefahren und erste Muster des Nachfolgers HBM4E an Großkunden ausgeliefert. Trotz steigender Produktion erwartet das Unternehmen weiterhin Engpässe bei Server-Speichern.
Dabei ist Samsung wesentlich mehr als ein Hersteller von Speicherchips. Der Konzern produziert unter anderem Smartphones, Displays, Prozessoren und Bildsensoren und betreibt mit seinem Foundry-Geschäft auch die Auftragsfertigung von Halbleitern. Diese breite Aufstellung unterscheidet Samsung von vielen reinen Halbleiterspezialisten, auch wenn das Speichergeschäft derzeit einen wesentlichen Teil der hohen Ertragsdynamik liefert.
Unsere Einschätzung:
Wir gehen weiterhin davon aus, dass der Investitionszyklus rund um künstliche Intelligenz intakt ist. Der Bedarf an immer leistungsfähigeren Rechenzentren und damit an Speicherchips wächst weiter, während das Angebot kurzfristig nur begrenzt ausgeweitet werden kann. Das spricht weiterhin für ein günstiges Marktumfeld. Gleichzeitig bleibt das Geschäft zyklisch und der Wettbewerb, insbesondere aus China, nimmt zu.
In den Börsebius-Fonds TopMix und TopSelect sind wir in Samsung Electronics investiert und halten trotz zwischenzeitlicher Gewinnmitnahmen weiterhin an einer hohen Gewichtung fest. Im TopSelect ist Samsung derzeit sogar die größte Einzelposition. Ergänzend sind wir dort mit einer kleineren Position in SK hynix investiert und damit breiter am anhaltenden Wachstum des Speichermarktes beteiligt.
Dabei beobachten wir insbesondere den weiteren KI-Investitionszyklus, die Entwicklung von Angebot und Speicherpreisen sowie Samsungs technologische Position bei den nächsten Speichergenerationen. Sollten sich deutliche Überkapazitäten und ein nachhaltiger Preis- und Margendruck abzeichnen oder Samsung technologisch gegenüber Wettbewerbern wie SK hynix zurückfallen, würden wir unsere hohe Gewichtung konsequent reduzieren. Bislang sehen wir dafür jedoch keine ausreichenden Anzeichen.
Und zum Schmunzeln (oder zum Nachdenken) noch mein „Knallbonbon der Woche“
Sylvie Meis hat „keine Zeit für zögerliche Männer“. Die bräuchten gefühlt „eine Stunde lang 30 Signale“, bis sie verstünden, dass eine Frau an ihnen interessiert sei. Blinzeln, Kichern, das volle Programm halt.
Wenn die Moderatorin von „Love Island VIP“ dagegen einen Mann interessant fände, spräche sie ihn einfach an, alles andere wäre pure Zeitverschwendung.
Ich frage mich, warum so ein Bullshit derzeit ungefiltert über die Tagespresse und Social Media auf die Leute losgelassen wird. Und was machen all die Männer, die von Sylvie Meis nicht angesprochen worden sind? Bitterlich weinen oder weiter Signale empfangen …
Liebe Abonnentinnen und Abonnenten des BilderBogen:
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Stets, Ihr
Reinhold Rombach
„Börsebius“
