Nachwuchs bei den Dikdiks: Kleiner „Karim“ ist da

Sie sind kaum größer als Hasen – und dennoch echte Antilopen: Die Kirk-Dikdiks (Madoqua kirkii) im Kölner Zoo, auch Afrikanische Zwergantilopen genannt, sind echte Hingucker. Nun hat sich im Zoo der Domstadt erstmals Nachwuchs bei dieser Tierart eingestellt. Männchen Karim kam am 21. Juni 2026 zur Welt. Die kleine Antilope hat sich also den längstenTag des Jahres für den ersten Lebenstag ausgesucht.

Vater ist der zweijährige Kalle. Die dreijährige Mutter heißt Abena. Für beide ist es das erste Jungtier. Das Zuchtpaar lebt seit Ende 2024 auf der extra dafür umgestalteten Anlage am Alten Nashornhaus in der Mitte des Zoos.

Die Kopfrumpflänge dieser Tiere schwankt zwischen 50 und 70 Zentimetern. Die Schulterhöhe kann 30 bis 40 Zentimeter betragen. Dikdiks wiegen zwischen drei und sieben Kilogramm. Ihr Fell ist an der Oberseite grau oder hellbraun gefärbt. Die Unterseite ist grau oder weiß. Männchen tragen spießartige, nach hinten gerichtete Hörner. Diese sind so kurz, dass sie in der Regel durch die Haare des Stirnschopfs überdeckt werden. Dikdiks haben eine länglichgedehnte Schnauze, die bei manchen Arten in alle Richtungen beweglich ist.

Die Zwergantilopen bewohnen trockene Steppen und Halbwüsten Afrikas. Ihr Lebensraum muss Sträucher bieten, hinter denen sie Deckung suchen. Dikdiks sind nacht- und dämmerungsaktiv. Sie ernähren sich überwiegend vonLaub und Gräsern, fressen aber auch Früchte, Schoten und Blüten.

Dikdiks haben viele Fressfeinde

Durch ihre geringe Größe und die Färbung sind sie in ihrem Lebensraum kaum zu erkennen. Die Tiere sind scheu und laufen bei der kleinsten Störung in einem Zickzackkurs davon, wobei sie einen lauten Alarmruf von sich geben.Dikdiks werden von nahezu allen afrikanischen Raubtieren gejagt. Dazu zählen Leoparden, Geparde, Schakale, Adler und Paviane, aber auch Warane und Riesenschlangen.

Durch ihre Wachsamkeit und die hohe Fluchtgeschwindigkeit von mehr als 40 km/h können Dikdiks Verfolgern oft entkommen.

Im Gegensatz zu anderen Antilopen leben Dikdiks in Paaren und bleiben ein Leben lang zusammen. Kalle und Abena haben also viel Zeit für Zweisamkeit. Wild lebende weibliche Tiere können zweimal im Jahr ein Kitz gebären. Das Zuchtbuch für diese Art wird im Zoo von Hannover geführt.

Fotos: Marcel Vogelfänger