NEURONOISE: Ich bin nicht normal. Das ist meine Identität

Ich bin nicht normal. Das ist meine Identität
Die Ausstellung widmet sich der Thematik Neurodiversität und versammelt fünf künstlerische Akteur:innen sowie zwei Musikbands aus den Genres Alternative und Punkrock, die aus persönlichen Erfahrungen schöpfen und neue Perspektiven auf Wahrnehmung, Identität und gesellschaftliche Teilhabe eröffnen. Im Zentrum steht die Frage, wie künstlerische Praxis Offenheit, Empathie und gegenseitiges Verständnis fördern kann. Wie wirken Kunst und Musik als Brücke zwischen unterschiedlichen Lebensrealitäten?
Der Fokus liegt auf der aktiven Einbindung von Jugendlichen. Die Ausstellung versteht sich nicht nur als Präsentationsraum, sondern als partizipativer Erfahrungsraum, in dem junge Menschen, NichtNormative und Normative – als aktive Teilnehmenden in Workshops, Diskussionsformaten und künstlerischen Prozessen eingebunden werden. Ein zentrales Thema ist Mobbing als gesellschaftliche Herausforderung. Digitales Mobbing,
Ausgrenzung, verbale Angriffe prägen die Lebensrealität vieler Jugendlicher, insbesondere jener, die als „anders“ wahrgenommen werden. Die Ausstellung macht diese Erfahrungen sichtbar und stellt sie in einen größeren Zusammenhang von Normen, Machtstrukturen und Zugehörigkeit. Dabei wird Partizipation als gelebte Praxis von Mitwirkung, Mitgestaltung und Inklusion verstanden.
Pascal Behrendt, John Herman, evdokia michailidou, Lala Randela und Jane Spunk setzen sich dabei intermedial mit dem Thema Neurodiversität auseinander und eröffnen vielschichtige Perspektiven auf Wahrnehmung, Identität und gesellschaftliche Teilhabe.
Die künstlerischen Arbeiten umfassen Malerei, Zeichnung, Skulptur, Installation, Performance, Sound Poetry und Video-Kunst. Interaktive Formate ermöglichen es Besuchenden, durch Bewegung, Berührung und Klang unterschiedliche Wahrnehmungsweisen sinnlich zu erfahren. Sensorische Vielfalt, Perspektivwechsel und inklusive Sprache eröffnen neue Zugänge jenseits klassischer Kommunikationsformen.
Das Thema Subkultur spielt eine zentrale Rolle: Gerade junge Menschen, die Ausgrenzung erfahren, finden in subkulturellen Räumen alternative Identifikationsmöglichkeiten, Zugehörigkeit und Ausdruck. Die Ausstellung beleuchtet diese Räume als Orte von Selbstfindung, Reflexion und Empowerment. Ergänzt wird der künstlerische Ansatz durch Bezüge zu Fragen der Neurodiversität und philosophischen Fragestellungen, insbesondere zu Autonomie, Freiheit und gesellschaftlicher Wahrnehmung des sogenannten „Anderen“. Künstlerische und
INKLUSIV SELBSTBESTIMMT DIVERS
BARRIEREINFOS
Veranstaltung wird in DGS übersetzt oder DGS ist Bühnensprache. Bei Ausstellungen /workshops gibt es einen Ausstellungs-Guide in Leicher Sprache
An einzelnen Tagen sind Dolmetscher*innen da
ÖFFNUNGSZEITEN/ PROGRAMM
20.08.· Vernissage
19 Uhr · Performance »Abstrakte Hermeneutik« Pascal Behrendt
20 Uhr · Performance »Touched« mit John Herman
22.08.Live Act Musikband
19 Uhr · Blarg
21 Uhr · Aershow Party
23.08., 12 Uhr · Interaktive Performance mit Pascal Behrendt
24.08., 13 · Uhr · Interaktive Performance mit Pascal Behrendt
29.08.· Midissage
17 Uhr · Workshop »NeuroSounds«
18:30 Uhr · Literarische Intervention/Lesung mit evdokia michailidou
19 Uhr · XIORING mit Riad Nassar · Taka Kagitomi (live act Electronic Sound per‐formance) & Special Guest: Oskar Lovis mit »All over me« (Piano Version)
30.08.· Finissage
17 Uhr · Interaktive Performance mit Pascal Behrendt
01.09.· Abschlussveranstaltung mit Live Act
20 Uhr · Tylee And The Gang
An allen anderen Tagen von 16 Uhr bis 20 Uhr.
Gruppen nach Vereinbarung.
Live Acts ab 19 Uhr
Bildquelle: John Herman, Foto: Matthias Drobeck
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